Schnelle Hilfe bei Schnupfnasen

In der kalten Jahreszeit werden wir empfindlich für Schnupfenerreger. Die Schnupfenviren sind raffiniert und wechseln ihre Oberfläche so rasch, dass unser Immunsystem auf neue Erreger nicht eingestellt ist und wir immer wieder erkranken. Aus diesem Grunde gibt es auch keine Impfung gegen Schnupfen.

Sobald die Außentemperatur sinkt, kann unser Immunsystem in der Nasenschleimhaut nicht so gut arbeiten und Schnupfenviren haben ein leichtes Spiel, über die kalte Atemluft einzudringen. Die Hauptsymptome zeigen sich durch eine laufende Nase, eine verstopfte Nase und auch durch eine wunde Nase.

Die Strategie der Schnupfenviren ist klar: Durch Bildung von Nasensekret, das wir durch die Luft niesen, verbreiten sich die Erreger und finden weitere Opfer.

Was können wir tun, um schnelle Linderung zu finden? Die Atmung bei einer verstopften Nase wird sofort für viele Stunden durch Anwendung von abschwellenden Nasentropfen oder Sprays verbessert und außerdem wird die Belüftung der oberen Atemwege verbessert. Damit verhindert man ein Ansiedeln von Bakterien im verstopften Bereich. Ob man Nasentropfen, Nasensprays oder Dosiersprays vorzieht, ist Geschmackssache. Bei Dosiersprays findet eine feine Verneblung des Wirkstoffs bei einer definierten Wirkstoffdosis statt und ist daher besonders elegant. Die Anwendung sollte auf einige Tage beschränkt sein und erfolgt morgens, mittags und zur Nacht. Gerade die Dosis vor dem Schlafengehen erleichtert die Nachtruhe sehr, weil man wieder gut durchatmen kann.

Falls mehrere Familienmitglieder vom Schnupfen betroffen sind, sollte jeder ein eigenes Nasenspray benutzen, das nach jeder Anwendung mit einem Tuch gereinigt wird.

Steht die laufende Nase im Vordergrund, so können zur Unterstützung auch die homöopathischen Globuli Allium cepa in D6 oder D12 eingesetzt werden. Schnupfenkapseln mit Wirkstoffen, die die Nasensekretion unterdrücken, können hilfreich sein, werden jedoch nicht von allen Menschen gut vertragen und haben daher eine untergeordnete Bedeutung.

Eine wichtige Aufgabe von pflanzlichen Schnupfenmitteln besteht in der antibakteriellen und antiviralen Wirkung. Gerade Schlüsselblume, Enzian, Sauerampfer, Holunder und Eisenkraut sorgen dafür, dass der festsitzende Schleim rasch abtransportiert wird, die entzündete Schleimhaut abschwillt und sich der Druck im Kopf löst. Damit kann einer Entzündung der Nasennebenhöhlen vorgebeugt werden.

Manche Menschen empfinden eine Nasendusche mit Nasenspüllösung als angenehm, was Ungeübte jedoch für gewöhnungsbedürftig halten. Da wird eine Inhalation von ätherischen Ölen doch von vielen vorgezogen.

Zur Pflege der wunden Nasenschleimhaut empfiehlt sich die regelmäßige Anwendung einer Nasensalbe, die auch das Austrocknen bei der Anwendung eines Nasensprays verhindert und gerade in der Nacht als sehr angenehm empfunden wird

Mein persönlicher Tipp:
Zur Vorbeugung vor Erkältungen in der kalten Jahreszeit eignet sich eine Kur fürs Immunsystem im Herbst.