Biologische Hilfe bei Entzündungen durch Enzyme

Was verbirgt sich hinter diesen Wundermolekülen? Enzyme sind große Eiweißstoffe, die bei Pflanzen, Tieren und Menschen wichtige Stoffwechselprozesse steuern und durchführen. Sie wirken wie eine Art Biokatalysator oder wie Stoffwechselmaschinen. So spalten beispielweise Verdauungsenzyme die Nahrungsbestandteile in kleine verwertbare Bausteine. Andere Enzyme bauen daraus die unterschiedlichsten Stoffe und Gewebe auf, die im Körper gebraucht werden.

Enzyme sind sehr empfindlich
Enzyme funktionieren nur, wenn sie räumlich unversehrt sind. Sie vertragen keine Hitze und auch keine Säure. Daher müssen sie immer in Kapseln verpackt sein, die gegen Magensäure geschützt sind. Und sie müssen immer vor dem Essen nüchtern eingenommen werden. In der Therapie von Entzündungen bedient man sich ihrer eiweißspaltenden Eigenschaften. Bromelain wird aus der Ananas gewonnen, Papain aus der Papayafrucht. Im menschlichen Körper bauen diese Enzyme zerstörtes körpereigenes Gewebe ab.

Was heißt das genau?
Bei Gelenkentzündungen, beim Bandscheibenvorfall, bei Sportverletzungen, nach zahnärztlichen Eingriffen oder nach Operationen sorgen diese beiden Enzyme dafür, dass das beschädigte Gewebe schneller repariert wird. Zudem wirken sie abschwellend und stoppen schmerzhafte Entzündungsprozesse. Dadurch kann man nebenwirkungsreiche Schmerzmittel oder Kortisonpräparate einsparen und wird wesentlich schneller wieder fit. Die gute Nachricht lautet: Selbst chronische Entzündungen werden deutlich gebessert.

Die blutverdünnende Wirkung der Enzyme nutzt man bei Venenerkrankungen aus. Damit wird auch klar, dass Personen, die Blutverdünner einnehmen, nicht gleichzeitig Enzympräparate anwenden sollten. Rutin aus Buchweizenkraut verstärkt die abschwellende Wirkung. Übrigens lassen sich auch Nasennebenhöhlenentzündungen gut mit Enzymen behandeln. Bei Bromelain hat man sogar herausgefunden, dass es die Antibiotikawirkung verstärkt und die Immunabwehrzellen unterstützt. Neben einer ausreichenden Enzymaktivität ist die magensaftresistente Verkapselung entscheidend.

Mein besonderer Tipp: Bei einer akuten Verletzung oder einer Operation sollte man am erst am zweiten Tag mit der Einnahme beginnen, damit die Blutgerinnung gut funktioniert.