Eisen – das Energieelement

Eisen zählt zu den sogenannten Spurenelementen, die der Körper nur in kleinen Mengen benötigt. Zur Energieversorgung benötigen alle Zellen Sauerstoff, der mithilfe von Eisen gebunden wird. Die roten Blutkörperchen transportieren den Sauerstoff im Blut zu den Zellen, die den Sauerstoff verbrennen. In der Muskulatur kann Sauerstoff mithilfe des Muskelfarbstoffs Myoglobin auch gespeichert werden. Das Eisen sorgt übrigens für die Rotfärbung des Bluts und der Muskeln.

Wie bei allen Nährstoffen, so müssen wir mit der Nahrung so viel Eisen zu uns nehmen, wie der Körper verbraucht, damit wir gut versorgt sind. Überall, wo wir Energie im Körper verbrauchen, ist Eisen als Sauerstoff-Transporter nötig. Die roten Blutkörperchen werden im Knochenmark gebildet. Dort wird auch der Blutfarbstoff Hämoglobin eingebaut. Fehlt Eisen über längere Zeit, so ist dies nicht in ausreichendem Maße möglich und es kommt zur sogenannten „Blutarmut“.

Wer ist davon betroffen? Über die Hälfte der Frauen leidet an Eisenmangel, weil während der Regelblutung regelmäßig Eisen verloren geht und so im Laufe der Jahre ein Defizit an Eisen im Körper entstehen kann. Zudem benötigen Sportler vermehrt Eisen ebenso wie Kinder in der Wachstumsphase.

Ein Eisenmangel kann über eine Blutuntersuchung leicht festgestellt werden. Die Hämoglobinwerte werden routinemäßig in der Schwangerschaft und nach der Geburt untersucht. In der Schwangerschaft und Stillzeit steigt nämlich der Eisenbedarf stark an. Für die gesunde Entwicklung des Kindes ist die Eisenversorgung fundamental und muss sichergestellt werden. Auch bei sonstigen Blutuntersuchungen wird der Eisenwert immer bestimmt. Der Arzt empfiehlt gegebenenfalls eine zusätzliche Eiseneinnahme.

Wie versorgen wir uns auf natürlichem Wege mit Eisen? Eisen ist in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthalten. Wenn man regelmäßig Fleisch isst, so nimmt man nennenswerte Mengen darüber auf. Denn dort liegt das Eisen in Verbindungen vor, die vom Körper sehr gut verwertet werden können. Pflanzliche Eisenverbindungen sind vom Körper dagegen nur sehr schlecht verwertbar und werden zum größten Teil ausgeschieden. Daher leiden Vegetarier ganz häufig an Eisenmangel und sollten unbedingt regelmäßig ihre Eisenwerte überprüfen lassen. Gerade die ansonsten sehr gesunden Ballaststoffe binden Eisen und sorgen für seine Ausscheidung.

Wird ein Eisenmangel festgestellt, so kann man über Arzneimittel die Eisenspeicher wieder auffüllen. Auch hier kommt es auf die Eisenverbindung an: Viele Eisenpräparate werden vom Magen her nicht so gut vertragen und führen zu einer Schwarzfärbung des Stuhls. Im Gegensatz dazu wird jedoch Eisen in Form von Eisenfumarat sehr gut vertragen. Da zur Blutbildung auch Vitamin B12 nötig ist und Eisen zusammen mit Vitamin C besonders gut aufgenommen wird, empfiehlt sich gleich eine Kombination dieser Stoffe. Die Einnahme erfolgt am besten nüchtern, damit die Eisensalze gut aufgenommen werden. Besonders einfach ist die Einnahme in Form von Direkt-Sticks als Pulver, das ohne Flüssigkeit einfach geschluckt wird.

Mein persönlicher Tipp:
Da Eisen mit vielen Arzneistoffen Wechselwirkungen eingeht, sollten Eisenpräparate nicht gleichzeitig mit anderen Medikamenten eingenommen werden.