Was sind Isoflavone?

Aus der Pflanzenwelt stammen viele hochwirksame Arzneistoffe, die Menschen traditionell als Heilmittel anwenden. In Asien gehören Sojaprodukte seit Jahrtausenden zur Ernährung.

Nun ist pfiffigen Wissenschaftlern aufgefallen, dass asiatische Frauen seltener an Brustkrebs erkranken, weniger häufig an spröden Knochen nach den Wechseljahren leiden und seltener von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen sind. Im Japanischen gibt es nicht einmal einen Begriff für Hitzewallungen, die europäischen Frauen ab 50 sehr wohl bekannt sind.

Es gelang, die Inhaltsstoffe, die für diese Wirkungen verantwortlich sind, zu identifizieren. Dies sind die sogenannten Isoflavone, die sowohl in Sojabohnen als auch im Rotklee vorkommen. Die Pflanzen nutzen diese Stoffe, um sich vor zu aggressiver Sonneneinstrahlung zu schützen, also quasi als Anti-Aging-Substanzen. Chemisch sind sie verwandt mit dem weiblichen Hormon Östrogen.

Es gibt im Körper zwei Andockstellen für dieses Hormon. Isoflavone besetzen eine dieser Stellen und beeinflussen so den Stoffwechsel. Sie befinden sich vornehmlich in Blutgefäßen, im Knochen, im Dickdarm, im Gehirn und in der Haut.

Damit erklären sich auch die positiven Effekte der Isoflavone: Sie schützen die Knochen vor Osteoporose, sie senken das Risiko für Dickdarmkrebs und sie lindern Wechseljahresbeschwerden. Man schläft besser, Hitzewallungen werden seltener und die Haut bleibt geschmeidig und glatt.

Auch hormonell bedingte Kopfschmerzen werden gelindert. Einen besonderen Schutz bieten die Isoflavone vor Brustkrebs und sie verbessern die Antihormontherapie. Aber auch Männer profitieren von Isoflavonen. Sie wirken positiv auf die Prostata und schützen vor Prostatakrebs.

Warum gab es auch schon negative Pressemeldungen zu Isoflavonen? Die richtige Dosierung ist, wie so oft, entscheidend. Die ideale Dosis von Soja-Isoflavonen liegt bei 70 mg pro Tag. Zudem muss man unbedingt darauf achten, dass die Isoflavone in natürlicher und unveränderter Form enthalten sind und vor allem nicht aus gentechnisch veränderten Pflanzen stammen. Gerade bei Soja ist dies heutzutage gar nicht so einfach, weil Gen-Soja weit verbreitet ist.

Mein persönlicher Tipp:
Eine Kombination der Isoflavone mit Vitaminen, Mineralstoffen, Selen und Zink verbessert die Wirkung bei Osteoporose, in den Wechseljahren und in der Krebsprophylaxe.